Schützen Sie Ihr Herz vor den Gefahren der heutigen Arbeitswelt

Lange Arbeitszeiten, sitzende Tätigkeit ohne Bewegung, Durcharbeiten ohne Pause: Für das Herz kann das auf Dauer eine enorme Belastung darstellen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie es wirkungsvoll schützen!

© HBSS/Corbis

Bewegungsmangel zählt zu den größten Risiken für unser Herz. Bei einem Bürojob ist er praktisch vorprogrammiert: Stundenlanges bewegungsloses Sitzen ist dort die Regel. Für den dringend benötigten Bewegungsausgleich fehlt oft die Zeit.

Schon allein die fehlende Bewegung ist Gift für Herz und Blutgefäße. Kommen noch Stress, ungünstige Ernährungsgewohnheiten und/oder Rauchen hinzu, wird es oft eng für unser Herz.

Quer durch alle Branchen hat die Stressbelastung in den letzten Jahren zugenommen. Ein paar Tage, notfalls auch Wochen, können wir mit Stress, Druck und mehr Aufgaben, als wir bewältigen können, umgehen. Kommen aber immer neue Stressreize hinzu oder hält der hohe Druck an, steigt das gesundheitliche Risiko. 

Gerade bei Stress sind ungesunde Ernährungsgewohheiten weit verbreitet. Schnell greift man zu Dingen, die nebenbei gegessen werden können und nimmt sich keine Zeit für ausgewogene Mahlzeiten. Die Bilanz nach einem achtstündigen Arbeitstag ist dann selten positiv: zu viel Zucker, zu viel Fett und zu wenig Mineralien, Vitamine und andere Vitalstoffe, die unser Herz gesund hält.

10 Tipps, mit denen Sie Ihr Herz am Arbeitsplatz wirkungsvoll schützen können:

1. Mittagspause gewinnbringend nutzen

In vielen Firmen ist es üblich, mit den Kolleginnen und Kollegen zum Mittagessen zu gehen. Mit einem schweren Essen im Magen folgt dann oft das Nachmittags-Tief, und die Konzentrationsfähigkeit sinkt rapide. Immer mehr Menschen nutzen daher die Mittagspause für einen Spaziergang. Das sorgt nicht nur für geistige und körperliche Frische, sondern tut auch dem Herzen gut.

2. Clevere nehmen die Treppe

Nicht nur Ausdauersport ist gut fürs Herz, auch die Bewegung im Alltag ist von Bedeutung. Nutzen Sie in Ihrer Firma z. B. die Treppen statt des Aufzugs. Falls Sie eine sitzende Bürotätigkeit ausüben, sorgen Sie dafür, dass Sie öfter aufstehen und ein paar Schritte laufen. Ihr Herz wird es Ihnen danken.

3. Eine Haltestelle früher aussteigen

Wer mit dem Bus oder der U-Bahn zur Arbeit fährt, kann sich zwei oder mehr Tage pro Woche vornehmen, eine Haltestelle früher auszusteigen und den Rest flott zu Fuß zu gehen. Einzige Voraussetzung: bequemes Schuhwerk.

4. Mittags auf leichte Kost achten

Wer mittags schwere, kalorienreiche Kost zu sich nimmt, hat nicht nur gute Chancen, ins Nachmittagsloch zu fallen, sondern läuft auch Gefahr, überflüssige Pfunde anzusammeln. Empfehlung: Setzen Sie auf Obst, Gemüse und Salate - das hält fit!

5. Ist Ihre Kantine auf dem neuesten Stand?

In vielen Kantinen werden heute neben üppigen Gerichten auch leichte, zu sitzenden Berufen passende Mahlzeiten angeboten. Reden Sie mit den Mitarbeitern Ihrer Kantine, falls dies in Ihrem Betrieb noch nicht üblich ist.

7. Auto gesundheitsbewusst parken

Wenn Sie beim Erreichen Ihres Arbeitsplatzes auf das Auto angewiesen sind, dann parken Sie Ihren Wagen ein oder mehrmals pro Woche nicht direkt bei Ihrer Firma, sondern in einiger Entfernung, und gehen Sie die restliche Strecke zu Fuß.

8. Fahren Sie gerne Rad?

Wenn Sie nicht viel zu transportieren haben und nicht zu weit von Ihrem Arbeitsplatz entfernt wohnen, dann fahren Sie bei gutem Wetter doch mal wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit. Zusatz-Tipp: Fahrradtaschen, die gut aussehen und sich z. B. auch als Aktentaschen nutzen lassen, sind heute in vielen Outdoor-Geschäften erhältlich.

9. Werden Nichtraucher in Ihrem Betrieb geschützt?

Wenn Sie Nichtraucher sind, dann setzen Sie Ihr Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz durch. Denn auch Passivrauchen erhöht die Gefahr für Herzinfarkte und andere Herzerkrankungen. Übrigens: Menschen, die mit dem Rauchen aufhören, halbieren bereits innerhalb eines Jahres ihr Risiko für eine koronare Herzkrankheit (Verengung der Herzkranzgefäße).

10. Schützen Sie auch die Gesundheit Ihrer Kollegen

Legen Sie in Ihrem Betrieb Informationen zu herzgesundem Arbeiten aus. Bestellen Sie dafür bei der Deutschen Herzstiftung kostenfrei unser umfangreiches Infomaterial wie z. B. Faltblätter und Plakate mit zahlreichen Tipps zum Thema "Herzgesund arbeiten".

Zur Bestellung einfach das Online-Formular unter diesem Kasten mit den von Ihnen geforderten Stückzahlen ausfüllen.

Herzgesunde Fakten

Regelmäßiges Training  senkt den Bluthochdruck ähnlich wie manches Medikament.
Kirschen und rote Beeren enthalten entzündungshemmende Stoffe, die Herz und Blutgefäße schützen.
Depressionen belasten das Herz ähnlich stark wie das Rauchen.
Ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche können das Herzerkrankungsrisiko um bis zu 40 Prozent reduzieren.
Klassische Musik wirkt wohltuend auf unser Herz. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben sich vor allem Werke von Komponisten wie Bach und Mozart bewährt.
Ein hoher Zuckeranteil in der Nahrung fördert nicht nur Übergewicht, sondern auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach einer neuen Studie stieg die kardiovaskulär bedingte Sterberate prozentual mit dem Zuckerkonsum der Probanden.
Akuter emotionaler Stress ist bei Frauen häufigster, bei Männern zweithäufigster Infarktauslöser.
Der tägliche Verzehr von einem Stück dunkler Schokolade kann das Risiko für Herzerkrankungen senken. Die im Kakao enthaltenen Flavonoide haben einen positiven Effekt auf die Elastizität der Blutgefäße und den Blutdruck.
Frischer Knoblauch ist in der Lage, hohe Blutfettwerte zu senken und zur Normalisierung des Blutdrucks beizutragen. Er soll sogar Blutgerinnsel auflösen und freie Radikale unschädlich machen.
Gute Zahnhygiene trägt vermutlich zu einem gesunden Herzen bei. Experten glauben, dass Karies oder Entzündungen ein beitragender Faktor zu Herzerkrankungen sein können.
Mindestens sieben Stunden Nachtschlaf täglich senken das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 22 Prozent.
Schon ein täglicher Spaziergang von 30 bis 45 Minuten halbiert das Risiko für Durchblutungsstörungen in den Herzkrankgefäßen.
Sex regt nicht nur das Immunsystem an, sondern beugt auch Herzerkrankungen vor. Durch die körperliche Belastung wird das Herz-Kreislauf-System trainiert, zusätzlich schütten wir Hormone aus, die Stress abbauen und glücklich machen.
Der Verzehr von 5 Gramm Transfettsäuren steigert das Herzinfarktrisiko um 25 Prozent. Zum Vergleich: Eine Portion Pommes hat 6,8 Gramm Transfette.
Das Infarktrisiko einer 50-jährigen Raucherin ist viermal so hoch wie das einer gleichaltrigen Nichtraucherin.
Hundebesitzer haben ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das tägliche Gassi-Gehen hält fit, hinzu kommt die beruhigende Wirkung eines Tieres.
Mindestens 80 Prozent der Herzerkrankungen lassen sich durch einen gesünderen Lebenswandel und dem Vermeiden der bekannten Risikofaktoren verhindern.
Ärger macht krank. Wer sich ständig über den Partner, die Kinder oder Kollegen ärgert, hat ein um 30 Prozent erhöhtes Infarktrisiko.
Das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, ist bei Menschen, die im Alltag vorwiegend sitzen, doppelt so hoch ist wie bei denjenigen, die täglich körperlich aktiv sind.
Ballaststoffe schützen das Herz. Sie sorgen nicht nur für eine geregelte Verdauung, sondern wirken antientzündlich und haben positive Auswirkungen auf Blutzucker- und Insulinspiegel.
Ein Jahr nach dem Rauchstopp sinkt das Risiko für eine Koronare Herzkrankheit auf etwa die Hälfte.
Regelmäßiger Sport verbessert den Zustand der Blutgefäße und repariert sogar teilweise bereits entstandene Schäden.
Vegetarier weisen im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen das niedrigste Herzrisiko auf. Um das schädliche LDL-Cholesterin möglichst zu vermeiden, sollten Fleisch und tierische Fette deshalb reduziert werden.

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Über 300.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Herzinfarkt.

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