Unser Herz: Zentrum und Motor des Lebens

Unermüdlich und zuverlässig versorgt es auch die entferntesten Zellen mit lebenswichtigem Sauerstoff und Nährstoffen – und das ein Leben lang, 24 Stunden am Tag. Es ist die Kraftquelle unseres Körpers, Sitz der Vitalität und Lebenskraft und die wichtigste Voraussetzung für ein aktives und unbeschwertes Leben. Ob wir schlafen oder gerade einen Marathon laufen – unser Herz passt seine Frequenz den unterschiedlichsten An­forderungen an und pumpt präzise die erforderliche Menge Lebenssaft durch unseren Blutkreislauf: Im Ruhezustand 4,9 Liter pro Minute, bei großer körperlicher Anstrengung bis zu 25 Liter. Täglich kommen so ca. 7000 Liter zusammen – etwa die Füllmenge eines Tankwagens.

© Pasieka/Science Photo Library/Corbis

Von all dem bemerken wir in der Regel herzlich wenig. Dafür spüren wir etwas anderes: Freude, Leid, Verliebtsein, Aufregung und Angst zum Beispiel. Rund um den Erdball gilt das Herz bereits seit Urzeiten als Sitz der Gefühle. Dass unser Herz mehr ist als eine rein mechanische Pumpe, sondern sehr deutlich und zuweilen akut auf emotionale Reize wie seelische Erschütterungen oder Stress reagiert, gilt inzwischen auch schulmedizinisch als Fakt. Zum Beispiel ist das „gebrochene Herz“ nicht einfach ein Sinnbild, sondern eine Herzerkrankung mit bisher nicht genau geklärten Ursachen.

Ob es unserem Herzen gut geht, ob es gesund und leistungsfähig ist, bestimmen wir maßgeblich mit durch unsere Lebensweise.  Denn so robust und wartungsfrei der Muskel auch erscheint – wird er dauerhaft überfordert, kommt er aus dem Takt. Die Risiken sind dabei in erster Linie hausgemacht und verstärken sich oft gegenseitig: Falsche Ernährung, Rauchen, Bewegungsmangel und eben Stress heißen die Ursachen, die wiederum Bluthochdruck, Diabetes, einen hohen Cholesterinspiegel und Gefäßverkalkungen begünstigen und damit das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen in die Höhe treiben.

Übrigens

Grund genug, unseren „Motor“ mit einem ge­sunden Lebensstil gut zu pflegen. Was das Herz erfreut und länger jung erhält, hat übrigens nichts mit einem spartanischen Leben zu tun: Spaziergänge, ein Gläschen Wein und Schokolade gehören dazu. Neugierig geworden? Melden Sie sich gleich zu unserem wöchentlichen Online-Coach an und erfahren Sie mehr.

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Herzgesunde Fakten

Regelmäßiges Training  senkt den Bluthochdruck ähnlich wie manches Medikament.
Kirschen und rote Beeren enthalten entzündungshemmende Stoffe, die Herz und Blutgefäße schützen.
Depressionen belasten das Herz ähnlich stark wie das Rauchen.
Ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche können das Herzerkrankungsrisiko um bis zu 40 Prozent reduzieren.
Klassische Musik wirkt wohltuend auf unser Herz. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben sich vor allem Werke von Komponisten wie Bach und Mozart bewährt.
Ein hoher Zuckeranteil in der Nahrung fördert nicht nur Übergewicht, sondern auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach einer neuen Studie stieg die kardiovaskulär bedingte Sterberate prozentual mit dem Zuckerkonsum der Probanden.
Akuter emotionaler Stress ist bei Frauen häufigster, bei Männern zweithäufigster Infarktauslöser.
Der tägliche Verzehr von einem Stück dunkler Schokolade kann das Risiko für Herzerkrankungen senken. Die im Kakao enthaltenen Flavonoide haben einen positiven Effekt auf die Elastizität der Blutgefäße und den Blutdruck.
Frischer Knoblauch ist in der Lage, hohe Blutfettwerte zu senken und zur Normalisierung des Blutdrucks beizutragen. Er soll sogar Blutgerinnsel auflösen und freie Radikale unschädlich machen.
Gute Zahnhygiene trägt vermutlich zu einem gesunden Herzen bei. Experten glauben, dass Karies oder Entzündungen ein beitragender Faktor zu Herzerkrankungen sein können.
Mindestens sieben Stunden Nachtschlaf täglich senken das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 22 Prozent.
Schon ein täglicher Spaziergang von 30 bis 45 Minuten halbiert das Risiko für Durchblutungsstörungen in den Herzkrankgefäßen.
Sex regt nicht nur das Immunsystem an, sondern beugt auch Herzerkrankungen vor. Durch die körperliche Belastung wird das Herz-Kreislauf-System trainiert, zusätzlich schütten wir Hormone aus, die Stress abbauen und glücklich machen.
Der Verzehr von 5 Gramm Transfettsäuren steigert das Herzinfarktrisiko um 25 Prozent. Zum Vergleich: Eine Portion Pommes hat 6,8 Gramm Transfette.
Das Infarktrisiko einer 50-jährigen Raucherin ist viermal so hoch wie das einer gleichaltrigen Nichtraucherin.
Hundebesitzer haben ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das tägliche Gassi-Gehen hält fit, hinzu kommt die beruhigende Wirkung eines Tieres.
Mindestens 80 Prozent der Herzerkrankungen lassen sich durch einen gesünderen Lebenswandel und dem Vermeiden der bekannten Risikofaktoren verhindern.
Ärger macht krank. Wer sich ständig über den Partner, die Kinder oder Kollegen ärgert, hat ein um 30 Prozent erhöhtes Infarktrisiko.
Das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, ist bei Menschen, die im Alltag vorwiegend sitzen, doppelt so hoch ist wie bei denjenigen, die täglich körperlich aktiv sind.
Ballaststoffe schützen das Herz. Sie sorgen nicht nur für eine geregelte Verdauung, sondern wirken antientzündlich und haben positive Auswirkungen auf Blutzucker- und Insulinspiegel.
Ein Jahr nach dem Rauchstopp sinkt das Risiko für eine Koronare Herzkrankheit auf etwa die Hälfte.
Regelmäßiger Sport verbessert den Zustand der Blutgefäße und repariert sogar teilweise bereits entstandene Schäden.
Vegetarier weisen im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen das niedrigste Herzrisiko auf. Um das schädliche LDL-Cholesterin möglichst zu vermeiden, sollten Fleisch und tierische Fette deshalb reduziert werden.

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Über 300.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Herzinfarkt.

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