Gesundes Gewicht hält das Herz fit

© Tomas Rodriguez, Corbis

Eine schlanke Linie ist nicht nur attraktiv, sie bewahrt uns auch vor Krankheiten. Unser Herz profitiert davon gleich mehrfach, denn Übergewicht erschwert unserer "Pumpe" die Arbeit. Vor allem die Rettungsringe um die Taille sind eine ernste Gesundheitsgefahr. Das Bauchfett produziert Entzündungsstoffe und Hormone, die unter anderem die Gefäße verstopfen.


Je mehr Extra-Pfunde sich angesammelt haben, desto schwerer muss der Herzmuskel arbeiten, um das zusätzliche Gewicht zu versorgen. In der Folge steigt die Gefahr für Überlastungserscheinungen. Vor allem: Deutliches Übergewicht geht oft Hand in Hand mit Diabetes, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten, der höchsten Alarmstufe für unser Herz.

Leichter geht’s besser

Abnehmen zählt zu den effektivsten Maßnahmen für ein gesundes und leistungsfähiges Herz. Vor allem der Bauch muss weg. Jeder Zentimeter weniger „Bierbauch“, so ist durch Studien belegt, lässt das Blut leichter durch die Adern fließen, hilft, Bluthochdruck und ungünstige Blutfettspiegel zu regulieren und lässt unser Herz aufatmen.

So werden Sie den Bauch los

Jeder weiß, wie sich überflüssige Pfunde ansammeln: Wer mehr Kalorien zu sich nimmt, als er verbraucht, nimmt zu. Das Gegenrezept ist ebenfalls bekannt, geht es doch den Weg in die umgekehrte Richtung: Wer seinen Verbrauch durch ein aktiveres Leben ankurbelt und gleichzeitig bewusster isst, nimmt ab. Langsam, aber sicher – durch eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Schnell, aber oft nur von kurzer Dauer – durch eine Radikal-Kur mit garantiertem Jojo-Effekt. So einfach das Prinzip auch ist, so schwer fällt es den meisten, eingefahrene Gewohnheiten langfristig zu ändern. Ungesunde Gewohnheiten zu ändern, lohnt sich: Schließlich sind nicht nur  die Extrapfunde, sondern ca. 75 Prozent aller Krankheiten in den Industrieländern auf unseren Lebensstil, maßgeblich unsere oft ungesunden Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten, zurückzuführen.

Höchste Zeit für Veränderungen? Fangen Sie gleich heute an!

  • Essen Sie sich satt – an frischem Obst und Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten.
  • Jedes Zwischendurch-Häppchen zählt mit in der Energiebilanz. Vermeiden Sie „Dauer-Snacken“ z.B. vor dem Fernseher. Wer es gar nicht lassen kann, sollte Gemüsesticks oder Trockenfrüchte knabbern.
  • Süße Getränke wie Cola, Limonaden und auch Fruchtsäfte sind flüssige Kalorienbomben. Trinken Sie stattdessen viel Wasser oder ungesüßten Tee, das kurbelt den Stoffwechsel an.
  • Achtung Zuckerfallen: Vorsicht ist geboten z.B. bei Knuspermüslis, Softdrinks und Fruchtjoghurts. Ein Blick auf die Zutatenliste  gibt Aufschluss, wo die Zuckerfallen lauern. Tipp: Auf „getarnte“ Zuckerquellen wie z.B. Fructose, Maltodextrin, Zuckerrübensirup, Saccharose, Invertzucker oder Karamell achten!
  • Fett ist nicht gleich Fett: Während ungesättigte Fettsäuren, z.B. in pflanzlichen Ölen und fettreichem Fisch, die Gesundheit positiv beeinflussen, ist bei sonstigen tierischen Fetten aus Fleisch, Wurst, Butter oder Sahne Vorsicht geboten. Überschüsse werden direkt in die Fettzellen eingelagert, die Blutfettwerte steigen. Vor allem Transfette - künstlich gehärtete Fette, die in Fertigprodukten, Back- und Süßwaren stecken, sind eine Gefahr für Herz und Kreislauf!
  • Weißmehlprodukte werden genau wie Süßigkeiten vom Körper in Glukose umgewandelt. Der Insulinspiegel steigt schnell an – und sinkt rapide ab. Die Folge ist erneuter Hunger. Tipp: Vollkornprodukte sättigen durch den hohen Ballaststoffanteil länger und sind außerdem gesünder.
  • Besonders wichtig: Integrieren Sie Sport und Bewegung in Ihren Alltag. Gartenarbeit, der tägliche Spaziergang, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, Treppensteigen, Wanderurlaub statt Strandkorb – jeder Schritt verbrennt zusätzliche Kalorien und nimmt dem Herzen Arbeit ab. Erkunden und nutzen Sie die Möglichkeiten!

Übrigens

Herzgesundheit ist kein Zufall! Was Sie selbst tun können, möchten wir Ihnen in unserem Online-Coach „ans Herz legen“. Melden Sie sich jetzt kostenlos an und erfahren Sie in verschiedenen Lektionen wie Sie den Motor Ihres Lebens jung, fit und gesund halten können.

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Herzgesunde Fakten

Regelmäßiges Training  senkt den Bluthochdruck ähnlich wie manches Medikament.
Kirschen und rote Beeren enthalten entzündungshemmende Stoffe, die Herz und Blutgefäße schützen.
Depressionen belasten das Herz ähnlich stark wie das Rauchen.
Ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche können das Herzerkrankungsrisiko um bis zu 40 Prozent reduzieren.
Klassische Musik wirkt wohltuend auf unser Herz. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben sich vor allem Werke von Komponisten wie Bach und Mozart bewährt.
Ein hoher Zuckeranteil in der Nahrung fördert nicht nur Übergewicht, sondern auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach einer neuen Studie stieg die kardiovaskulär bedingte Sterberate prozentual mit dem Zuckerkonsum der Probanden.
Akuter emotionaler Stress ist bei Frauen häufigster, bei Männern zweithäufigster Infarktauslöser.
Der tägliche Verzehr von einem Stück dunkler Schokolade kann das Risiko für Herzerkrankungen senken. Die im Kakao enthaltenen Flavonoide haben einen positiven Effekt auf die Elastizität der Blutgefäße und den Blutdruck.
Frischer Knoblauch ist in der Lage, hohe Blutfettwerte zu senken und zur Normalisierung des Blutdrucks beizutragen. Er soll sogar Blutgerinnsel auflösen und freie Radikale unschädlich machen.
Gute Zahnhygiene trägt vermutlich zu einem gesunden Herzen bei. Experten glauben, dass Karies oder Entzündungen ein beitragender Faktor zu Herzerkrankungen sein können.
Mindestens sieben Stunden Nachtschlaf täglich senken das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 22 Prozent.
Schon ein täglicher Spaziergang von 30 bis 45 Minuten halbiert das Risiko für Durchblutungsstörungen in den Herzkrankgefäßen.
Sex regt nicht nur das Immunsystem an, sondern beugt auch Herzerkrankungen vor. Durch die körperliche Belastung wird das Herz-Kreislauf-System trainiert, zusätzlich schütten wir Hormone aus, die Stress abbauen und glücklich machen.
Der Verzehr von 5 Gramm Transfettsäuren steigert das Herzinfarktrisiko um 25 Prozent. Zum Vergleich: Eine Portion Pommes hat 6,8 Gramm Transfette.
Das Infarktrisiko einer 50-jährigen Raucherin ist viermal so hoch wie das einer gleichaltrigen Nichtraucherin.
Hundebesitzer haben ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das tägliche Gassi-Gehen hält fit, hinzu kommt die beruhigende Wirkung eines Tieres.
Mindestens 80 Prozent der Herzerkrankungen lassen sich durch einen gesünderen Lebenswandel und dem Vermeiden der bekannten Risikofaktoren verhindern.
Ärger macht krank. Wer sich ständig über den Partner, die Kinder oder Kollegen ärgert, hat ein um 30 Prozent erhöhtes Infarktrisiko.
Das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, ist bei Menschen, die im Alltag vorwiegend sitzen, doppelt so hoch ist wie bei denjenigen, die täglich körperlich aktiv sind.
Ballaststoffe schützen das Herz. Sie sorgen nicht nur für eine geregelte Verdauung, sondern wirken antientzündlich und haben positive Auswirkungen auf Blutzucker- und Insulinspiegel.
Ein Jahr nach dem Rauchstopp sinkt das Risiko für eine Koronare Herzkrankheit auf etwa die Hälfte.
Regelmäßiger Sport verbessert den Zustand der Blutgefäße und repariert sogar teilweise bereits entstandene Schäden.
Vegetarier weisen im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen das niedrigste Herzrisiko auf. Um das schädliche LDL-Cholesterin möglichst zu vermeiden, sollten Fleisch und tierische Fette deshalb reduziert werden.

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Über 300.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Herzinfarkt.

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