1x1 einer herzgesunden Lebensweise

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Bis ins hohe Alter fit, leistungsfähig und voller Lebenskraft zu sein – unser Herz hat dabei eine Schlüsselfunktion. Als zentrales Organ und Motor unseres Lebens hängen sämtliche Funktionen des Körpers, alle Organe, der Stoffwechsel und sogar das Gehirn von der Kraft und Zuverlässigkeit des Herzmuskels ab.

Ob es unserem Herzen gut geht, ob es gesund und leistungsfähig ist, bestimmen wir maßgeblich mit durch unsere Lebensweise. Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation lassen sich etwa 80 Prozent der Herzerkrankungen durch einen gesunden Lebensstil und den Abbau von bekannten Risikofaktoren verhindern.

Übrigens

Es ist nie zu spät

Mit einer konsequent herzgesunden Lebensweise kann man erste anatomische Veränderungen in den Gefäßen stoppen und Verengungen teilweise wieder rückgängig machen. Grund genug, etwas fürs Herz zu tun. Je früher Sie aktiv werden, um Ihr Herz und damit Ihre Gesundheit zu stärken, desto besser! Unser Herz-Coach möchte Sie darin unterstützen – mit einer auf Sie maßgeschneiderten Herzschutz-Strategie und vielen leicht umsetzbaren Tipps und Hinweisen für den Alltag.

Risikofaktoren kennen

Weltweit sind 9 mess- und beeinflussbare Faktoren für 90 Prozent aller Herzinfarkte und in ähnlichem Ausmaß für weitere gefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich. Weit oben auf der Liste der schlimmsten Herzfeinde stehen ungünstige Blutfettwerte, Rauchen, ein hoher Blutdruck und ungünstige Zuckerwerte. Übergewicht, Bewegungsmangel und psychosozialer Stress sind weitere wesentliche Komponenten. Präventive Maßnahmen zu nutzen und eigene Risikofaktoren und Schwachstellen zu kennen und schrittweise durch konkrete Änderungen abzubauen, liegt im Interesse und Verantwortungsbereich jedes Einzelnen. Eine wesentliche Rolle spielen dabei Bewegung und eine herzgesunde Ernährung, Rauchverzicht und eine optimale Therapie von Krankheiten, die das Herz belasten wie Diabetes mellitus und Bluthochdruck.

Um die Risiken für eine Herzerkrankung möglichst gering zu halten, sollten Sie folgende Werte kennen und regelmäßig vom Arzt kontrollieren lassen:

  • den Blutfettspiegel, möglichst aufgegliedert in Triglyceride, LDL- und HDL-Cholesterin
  • den Blutdruck
  • den Blutzuckerspiegel

Herzgesund leben – so einfach geht das

Jeder Mensch kann selbst viel tun, um sein Herz zu stärken. Die Mittel dafür sind weder kompliziert, noch verschreibungspflichtig oder teuer, sind sie doch mit den Grundsätzen einer gesunden Lebensführung identisch. Sie schützen nicht nur das Herz, sondern senken ganz allgemein das Risiko für viele chronische Krankheiten und sind außerdem der Schlüssel zu einem langen Leben mit hoher Lebensqualität.

Das Herzschutz-1x1

Herzgesunde Ernährung

Setzen Sie auf Frische und Vielfalt! Vorbild ist die mediterrane, asiatische und ayurvedische Küche. Ja zu: Obst und Gemüse, Kräutern, Salat, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, frischem Fisch, Nüssen, Vollkornprodukten und hochwertigen pflanzlichen Ölen wie Oliven- oder Rapsöl! Nein zu: zu viel Salz (mehr als sechs Gramm Kochsalz/Tag), zu vielen tierischen Fetten (Achtung: In Fertiggerichten, Chips und Co., Wurst und Fast Food ist gleich beides „versteckt“), zu viel Zucker (etwa in Softdrinks) und „leeren“ Kohlenhydraten aus Weißmehlprodukten, Alkohol.

Bewegung kräftigt das Herz

Bewegung hält das Herz in Schwung. Schon ein täglicher, flotter Spaziergang kräftigt den Herzmuskel und sorgt nebenbei für Stressabbau. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt fünfmal wöchentlich etwa 30 Minuten körperliche Aktivität. Das ist schnell erreicht, wenn man Bewegung in den Alltag bringt und Wege zu Fuß geht, das Fahrrad nimmt und die Treppe statt des Aufzugs benutzt. Wer mehr für sich tun möchte, hat bei unzähligen Sportarten die Qual der Wahl.

Gesundes Gewicht

Eng verbunden mit unseren Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten ist das Gewicht. Jedes Kilo Übergewicht lässt das Herz schwerer arbeiten und erhöht den Blutdruck. Vor allem zu viel Bauchumfang macht ihm zu schaffen. Wenn Waage und Blutdruck zu viel anzeigen, hilft nur Abnehmen. In unserer Coaching-Einheit „Gesundes  Gewicht" geben wir wertvolle Hinweise dazu.

Nichtrauchen

Weg mit der Zigarette: Als Raucher/in wissen Sie natürlich, dass es gute Gründe gibt, mit dem Rauchen aufzuhören. Wir wissen, wie schwer das fällt, aber auch, wie stark Ihr Herz von einem Rauchstopp profitiert. In unserer Coaching-Einheit „Rauchstopp" geben wir Tipps zum Ausstieg.

Stressabbau und innere Balance

Ärger in der Familie, Stress im Job, akute Geldsorgen oder auch unabgeschlossene Ereignisse in der Vergangenheit bringen das Herz aus dem Gleichgewicht und setzen uns unter Druck. Sich um seine Gefühlswelt zu kümmern, die Seele zu streicheln und Belastungen zu reduzieren, entlastet auch das Herz. Drosseln Sie das Tempo, sorgen Sie für nötige Ruhephasen, ausreichend Schlaf und stressabbauende Bewegung. Suchen Sie das Gespräch mit vertrauten Menschen oder Therapeuten und schieben Sie Konflikte nicht auf die lange Bank. Entspannungsmethoden wie Autogenes Training oder sanftes Yoga können unterstützen.

Gesunder Schlaf

Schlaf ist Erholungszeit, auch für unser Herz: Atmung und Puls verlangsamen sich, der Blutdruck sinkt und die Körpertemperatur fällt leicht ab. Sechs bis acht Stunden Schlaf  pro Nacht sind für die meisten Menschen optimal und halten das Herz gesund. Dauerhaft zu wenig Schlaf wirkt sich negativ auf die Herzgesundheit aus. In unserer Coaching-Einheit „Gesund  Schlafen" geben wir Tipps für eine gute Nacht.

Herzgesunde Fakten

Regelmäßiges Training  senkt den Bluthochdruck ähnlich wie manches Medikament.
Kirschen und rote Beeren enthalten entzündungshemmende Stoffe, die Herz und Blutgefäße schützen.
Depressionen belasten das Herz ähnlich stark wie das Rauchen.
Ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche können das Herzerkrankungsrisiko um bis zu 40 Prozent reduzieren.
Klassische Musik wirkt wohltuend auf unser Herz. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben sich vor allem Werke von Komponisten wie Bach und Mozart bewährt.
Ein hoher Zuckeranteil in der Nahrung fördert nicht nur Übergewicht, sondern auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach einer neuen Studie stieg die kardiovaskulär bedingte Sterberate prozentual mit dem Zuckerkonsum der Probanden.
Akuter emotionaler Stress ist bei Frauen häufigster, bei Männern zweithäufigster Infarktauslöser.
Der tägliche Verzehr von einem Stück dunkler Schokolade kann das Risiko für Herzerkrankungen senken. Die im Kakao enthaltenen Flavonoide haben einen positiven Effekt auf die Elastizität der Blutgefäße und den Blutdruck.
Frischer Knoblauch ist in der Lage, hohe Blutfettwerte zu senken und zur Normalisierung des Blutdrucks beizutragen. Er soll sogar Blutgerinnsel auflösen und freie Radikale unschädlich machen.
Gute Zahnhygiene trägt vermutlich zu einem gesunden Herzen bei. Experten glauben, dass Karies oder Entzündungen ein beitragender Faktor zu Herzerkrankungen sein können.
Mindestens sieben Stunden Nachtschlaf täglich senken das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 22 Prozent.
Schon ein täglicher Spaziergang von 30 bis 45 Minuten halbiert das Risiko für Durchblutungsstörungen in den Herzkrankgefäßen.
Sex regt nicht nur das Immunsystem an, sondern beugt auch Herzerkrankungen vor. Durch die körperliche Belastung wird das Herz-Kreislauf-System trainiert, zusätzlich schütten wir Hormone aus, die Stress abbauen und glücklich machen.
Der Verzehr von 5 Gramm Transfettsäuren steigert das Herzinfarktrisiko um 25 Prozent. Zum Vergleich: Eine Portion Pommes hat 6,8 Gramm Transfette.
Das Infarktrisiko einer 50-jährigen Raucherin ist viermal so hoch wie das einer gleichaltrigen Nichtraucherin.
Hundebesitzer haben ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das tägliche Gassi-Gehen hält fit, hinzu kommt die beruhigende Wirkung eines Tieres.
Mindestens 80 Prozent der Herzerkrankungen lassen sich durch einen gesünderen Lebenswandel und dem Vermeiden der bekannten Risikofaktoren verhindern.
Ärger macht krank. Wer sich ständig über den Partner, die Kinder oder Kollegen ärgert, hat ein um 30 Prozent erhöhtes Infarktrisiko.
Das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, ist bei Menschen, die im Alltag vorwiegend sitzen, doppelt so hoch ist wie bei denjenigen, die täglich körperlich aktiv sind.
Ballaststoffe schützen das Herz. Sie sorgen nicht nur für eine geregelte Verdauung, sondern wirken antientzündlich und haben positive Auswirkungen auf Blutzucker- und Insulinspiegel.
Ein Jahr nach dem Rauchstopp sinkt das Risiko für eine Koronare Herzkrankheit auf etwa die Hälfte.
Regelmäßiger Sport verbessert den Zustand der Blutgefäße und repariert sogar teilweise bereits entstandene Schäden.
Vegetarier weisen im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen das niedrigste Herzrisiko auf. Um das schädliche LDL-Cholesterin möglichst zu vermeiden, sollten Fleisch und tierische Fette deshalb reduziert werden.

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Über 300.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Herzinfarkt.

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